Artikel in "Schwalbe fahren mit Schaltwippe"
Jun 8, 2011
varajan

Schwalbe fahren mit Schaltwippe (Fußschaltung)

Da die meisten Schwalben von einem fußgeschalteten Motor beflügelt werden, habe ich eine Anleitung geschrieben, wie dies funktioniert. Das Getriebe arbeitet im Grunde wie ein normales Motorradgetriebe. Der erste Gang ist unten und die restlichen Gänge sind alle oben.

Bei einem Moped wird zum Herunterschalten der Schalthebel nach unten getreten und zum Hochschalten mit der Fußspitze noch oben gezogen. Da unser Vogel aber Trittbretter und keine Fußrasten hat, kommt man mit dem Fuß nicht zum Hochschalten unter den Schalthebel. So ist ein genialer Kopf auf die Schaltwippe gekommen. Wie man mit der umgehen muss wird hier erklärt.

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Wir gehen mal davon aus, dass der Motor schon läuft » Kupplungshebel ziehen:

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Schaltwippe VORNE nach unten bis zum Anschlag durchtreten und der Gang [1] ist drin:

» nun leicht Gas geben und dabei die Kupplung vorsichtig und langsam kommen lassen
» das bedeutet, dass man den Kupplungshebel wieder loslassen muss
» der Vogel rollt an und wenn er etwas Geschwindigkeit aufgenommen hat, lässt man das Gas etwas nach und zieht zum Hochschalten erneut die Kupplung

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Nun tritt man mit der Ferse auf das hintere Teil der Schaltwippe bis zum Anschlag
nach UNTEN durch. Nun ist der Gang [2] drin:

» die Kupplung wird erneut wieder gehen gelassen und dabei wird Gas gegeben
» der Vortrieb setzt wieder ein
» genauso macht man es mit dem Gang [3] und Gang [4] – wenn die Schwalbe 4 Gänge hat

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Herunterschalten:

Zum Herunterschalten macht man es umgekehrt. Gas nachlassen, Kupplung ziehen und auf die Schaltwippe vorne bis zum Anschlag durchtreten. Kupplung wieder sanft gehen lassen. So schaltet man die Gänge rückwärts ..3..2..1. Man kann beim Herunterschalten kurz vor dem Einkuppeln noch etwas Gas zugeben um die Motordrehzahl etwas anzuheben. Das macht das Fahren sanfter und entlastet die Kette sowie den gesamten Antrieb.

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Leerlauf:

Der Leerlauf oder Leergang liegt zwischen dem ersten und dem zweiten Gang. Ist man im ersten Gang und tritt die Schaltwippe mit der Ferse nur sanft und nicht bis zum Anschlag nach unten, landet man im Leergang. Tritt man fest, überspringt das Getriebe den Leergang und springt sofort in den zweiten Gang.

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Mein Fazit: Das Fahren und Schalten ist zugegeben am Anfang etwas fummelig. Später klappt’s dann wie von selbst. Man entwickelt aber sehr schnell ein Gefühl im Fuß, ob der Gang eingerastet ist oder nicht. Jetzt müsst ihr üben, üben, üben.
Je länger ihr auf der Schwalbe unterwegs seid und die Schaltvorgänge ‘trainiert’, umso besser wird’s. Viel Erfolg!

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